Antizionistische Propaganda verhindern!
Keine akademische Kooperation mit der BDS Bewegung!

Die Universität Hamburg hat mit der Vergabe einer Gastprofessur für das Wintersemester 2016/2017 an Prof.
Dr. Farid Esack einen der bekanntesten Aktivisten der antiisraelischen BDS- Bewegung (Boycott, Divestment, Sanctions) in ihren akademischen Betrieb aufgenommen. Bei BDS handelt es sich um ein loses internationales Netzwerk, welches es sich zu Aufgabe gemacht hat, gegen die angeblich von Israel praktizierte Apartheid gegenüber den Palästinensern zu protestieren und für einen Boykott der Zusammenarbeit mit israelischen Akademikern, Künstlern sowie israelischer Waren zu werben.

Esack, der eigentlich an der Universität Johannesburg lehrt, ist Vorsitzender von BDS South Africa, eine Organisation, welche in der Vergangenheit regelmäßig durch antisemitische Statements und Aktionen in Erscheinung trat. So war Esack einer der maßgeblichen Initiatoren einer Boykottkampagne, in deren Folge die Universität Johannesburg die Kooperation mit der Ben Gurion-Universität in Israel beendete, was den Grundstein für die Gründung von BDS South Africa legte. Die Praxis von BDS South Africa führte in den vergangenen Jahren zu einer massiven antiisraelischen Stimmung an den Universitäten und einer Einschüchterung von jüdischen Studierenden in Südafrika. So wurden während der jährlich abgehaltenen „Israeli-Apartheid-Week“ jüdische und israelbezogene Veranstaltungen von BDS- Aktivisten gestürmt und das antisemitische Lied “Dubula I’Juda” (Shoot the Jew) gesungen. Im März 2013 organisierte BDS South Africa unter Farid Esack Proteste gegen einen Auftritt des israelischen Jazzmusikers Zamir, bei dem wiederum antisemitisches Liedgut von den Aktivisten gesungen wurde. Der klassisch antisemitische Charakter von BDS South Africa wird besonders an einem geplanten Protest während der erwähnten „Israeli- Apartheid-Week“ vor einer südafrikanischen Bank und einem südafrikanischen Versicherungsunternehmen deutlich, welche die BDS Aktivisten in jüdischem/israelischem Besitz wähnten. Darüber hinaus lud BDS South Africa im Jahr 2015 die Flugzeugentführerin Leila Khaled, Mitglied der von der EU als Terrororganisation gelisteten PFLP nach Südafrika ein.
Dass ausgerechnet jemand wie Farid Esack als akademischer Experte auf dem Gebiet des interreligiösen Dialoges ausgewiesen wird, ist purer Hohn. Während BDS South Africa und die Person Esack sich leidenschaftlich in antiisraelischen Boykottaufrufen äußern, hat letztgenannter mit Vertretern menschenverachtender Regime wenig Probleme. So nahm Esack am 15.01.2017 an einer Konferenz zum Thema „Islamfeindlicheit und Rechtspopulismus als Herausforderung für Islam und Demokratie in Europa“ im Islamischen Zentrum Hamburg teil. Das IZH und die ihm angeschlossene Imam Ali-Moschee bilden eine Art „ Auslandszentrale“ der islamischen Republik Iran, welche im Gegensatz zu Israel, tatsächlich Apartheid, nämlich der Geschlechter, praktiziert, Homosexuelle und religiöse Minderheiten verfolgt, sowie einen eliminatorischen Antizionismus propagiert.

Am 23.1. will BDS Hamburg im Kulturladen St. Georg einen Vortrag mit Farid Esack abhalten. Dies geschieht unter anderem in Kooperation mit dem Referat für Internationale Studierende (RIS) im Asta der Universität Hamburg. Wir fordern die Universität dazu auf, sich von Farid Esack sowie BDS Hamburg zu distanzieren. Wir halten es für einen Skandal, dass die Universität Hamburg Aktivitäten unterstützen, welche unter dem Motto „ Kauft nicht bei Juden“ den Hass auf Israel im akademischen Bereich salonfähig zu machen suchen.

Antideutsche Aktion Hamburg, Januar 2017